Bessere Bezahlung von Textilarbeitern
H&M legt einen Aktionsplan vor
Der vertikale Textilanbieter Hennes & Mauritz (H&M) hat den Anteil an Bio-Baumwolle in seinem Gesamtangebot verdoppelt und bietet die erste Modekollektion an, die zu einem Fünftel aus recycelten Stoffen besteht. Das geht aus dem zwölften Umweltbericht hervor, den das schwedische Unternehmen jetzt vorgelegt hat.
Neben nachhaltigen Produktinnovationen legte H&M einen Aktionsplan vor, der Textilarbeitern faire Löhne sichern soll. Weltweit beschaffe H&M seine Ware von 1900 Textilfabriken, in denen 1,6 Millionen Menschen arbeiten, so Janet Mensink, die Koordinatorin des Programms Cotton & Textiles für Solidaridad Network. Die jetzt vorgelegte „Roadmap“ hin zu fairen Löhnen soll Zulieferer befähigen, die Zahlungen an Textilarbeiter anzuheben.

CEO Karl-Johann Persson betonte, dass es vieler Schritte bedürfe, um zu einem nachhaltigeren Modeangebot zu kommen. So setze H&M Polyesterstoffe ein, die aus 9,5 Millionen recycelten PET-Flaschen gewonnen worden seien. Erstmals habe man organisches Leder und Seide verwendet. Ob Wasser bei der Textilproduktion oder Strom in den H&M-Stores, überall bemühe man sich nach Kräften, den Verbrauch von Rohstoffen und Energie zu senken. 

Produkte aus umweltfreundlicheren Stoffen machten nach Angaben des Unternehmens 2013 einen Anteil von 11 Prozent am H&M Angebot aus. 2012 lag dieser Wert bei 9,1 Prozent.