Eine Million US-Dollar nach Banglasdesch
Geld für die Opfer und Angehörigen des Gebäudeeinsturzes Rana Plaza
Textildiskounter KiK will eine Million Dollar (rund 725.000 Euro) in Bangladesch auszahlen. Das Geld ist für die Opfer und Angehörigen des Gebäudeeinsturzes Rana Plaza bestimmt. In dem achtstöckigen Gebäude hatten zahlreiche Textilfabriken ihren Sitz. Das Unglück geschah vor knapp einem Jahr. Nach offiziellen Angaben wurden dabei mehr als 1100 Menschen getötet und fast 2500 verletzt.

Unmittelbar vor dem Jahrestag teilte das Unternehmen im westfälischen Bönen mit, es werde die Summe splitten. Die eine Hälfte des Geldes fließe in einen Fonds der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, der Betroffene in Dhaka, Bangladesch unterstützt. Mit der anderen Hälfte würden Projekte lokaler Hilfsorganisationen unterstützt. 

KiK erklärte wörtlich: „Obwohl KiK zum Zeitpunkt des Unglückes keine direkte Geschäftsbeziehung unterhielt, ist es dem Unternehmen ein wichtiges Anliegen, die Produktionsbedingungen in Bangladesch nachhaltig und langfristig -  auch im Schulterschluss mit anderen internationalen Unternehmen, der Regierung und den NGO´s vor Ort - zu verbessern.

NGOs wie die Clean Clothes Campaign fordern, dass die Opfer gemäß der Konvention 121 der ILO entschädigt werden. Das würde eine Zahlung von 5000 Euro pro Familie – oder insgesamt rund 54 Millionen Euro bedeuten. Die Clean Clothes Campaign hatte vor einigen Tagen darauf hingewiesen, dass viele Opfer des Unglücks vor einem Jahr immer noch auf Unterstützung warten müssten.