(Label-)Portrait: Fair Wear Foundation
Bessere Arbeitsbedingungen in Konfektionsbetrieben

 

Organisation und Beteiligte:
Fair Wear Foundation (FWF), eine unabhängige Non-profit-Organisation mit Sitz in den Niederlanden.

NEU: Die Fair Wear Foundation (FWF) bietet seit Januar 2013 den „Business to Business (B2B) Brandfinder“ an – ein Online-Tool, das Geschäftskunden bei der Suche nach FWF-Mitgliedsmarken hilft. Der B2B Brandfinder von FWF richtet sich an Mitarbeiter von öffentlichen Auftragsvergabestellen und privatwirtschaftliche Einkäufer sowie Einzelhändler und Großhändler. Benutzer können nach einer Vielzahl unterschiedlicher Bekleidungstypen suchen, einschließlich Arbeitskleidung, Schutzkleidung, Uniformen und Promotionsbekleidung.

Klassifizierung:
Sozial Kodex. Typ B, Typ I

Ziel, Hintergrundinformationen:

Ziel ist die Förderung von gesetzeskonformen und humanen Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie.
Grundsätze des FWF Arbeitsverhaltenskodex sind: Verantwortung für die Zulieferkette, Arbeitsstandards entsprechend den akzeptierten ILO Übereinkommen und der Universellen Menschenrechtsdeklaration der UN, ein „Prozessverständnis" von Umsetzung, Einbeziehung der lokalen Beteiligten bei der Auditierung und bei Korrekturmaßnahmen, sowie unabhängige Überprüfung der Kodexumsetzung, auch bekannt als "externe Überprüfung".

Derzeit wird Bekleidung nicht mit dem FWF-Label gekennzeichnet. Das Label taucht lediglich auf den Internetseiten der Mitglieder auf.

Es gibt andere internationale Initiativen mit denen die FWF kooperiert, wie Ethical Trading Initiative (ETI, UK), Workers 'Rights Consortium (WRC), Fair Labor Association (FLA) und Social Accountability International (SAI) (USA) und natürlich auch die Clean Clothes Campaign (CCC). Über die Jo-In Platform (Joint Initiative for Corporate Accountability and Workers 'Rights) wird nach Konvergenz mit diesen Initiativen gestrebt.


Geltungsbereich:

Bekleidungsindustrie

 

Regelbereich:

Arbeitsrichtlinien (Beschäftigung wird frei gewählt, keine Diskrimination, keine Kinderarbeit, Versammlungsfreiheit, Zahlung von existenzsichernden Lohn, keine übermäßigen Überstunden, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, rechtsverbindliche Arbeitsverhältnisse). Damit faire Arbeitslöhne gewährleistet werden, hat FWF ein "Wage Ladder-Tool", also ein Benutzerhandbuch erstellt.

 

Absicherungssystem / Konformitätsprüfung:

Mindestens einmal jährlich findet ein internes Monitoring statt. Ein externes Monitoring erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Alle 3 Jahre wird ein externes Überprüfungsaudit in 10% aller Zulieferstätten jedes Mitgliedsunternehmens durchgeführt.

Um einen Einblick in die Unternehmens-Performance zu gewinnen, besteht das FWF Verifizierungssystem auf drei Ebenen: FWF überprüft Fabriken und implementiert ein Beschwerdeverfahren in allen Ländern, in denen es aktiv ist. Schließlich überprüft der FWF auch auf der betrieblichen Ebene, ob das Unternehmen die FWF Code of Labour Practices in ihren Management-Systemen effektiv umzusetzen.

 

Märkte:

Die derzeit 80 Mitgliedsunternehmen repräsentieren über 120 Marken und sind in sieben europäischen Ländern vertreten. Mitglieder-Produkte werden in über 20.000 Filialen in mehr als 80 Ländern auf der ganzen Welt verkauft. Die FWF ist in 15 Produktionsländern in Asien, Europa und Afrika aktiv (Bangladesch, Bulgarien, China, Indien, Litauen, Mazedonien, Polen, Portugal, Rumänien, Thailand, Tunesien, Türkei, Ukraine und Vietnam).

Weitere Informationen:

Webseite Fair Wear Foundation Labour Standards